Die franziskanische Bibliothek des Konvents von Assisi wurde 1230 gegründet, als die ersten Brüder in ihrer Anlage hinter der Basilika einzogen. Der ursprüngliche Standort der Bibliothek ist nicht mehr bekannt, Dokumente des 14. Jh. jedoch beschreiben die Bibliothek als aufgeteilt in eine "öffentliche" und eine "geheime" auf der Westseite des Kreuzgangs von Sixtus IV. Heute ist der Raum, in dem die Bibliothek damals untergebracht war, in drei Säle aufgeteilt.
Da die Anzahl der Bücher beständig zunahm, wurde über den Gewölben dieses Raumes die obere Bibliothek errichtet, die etwa gegen die Mitte des 15. Jh. fertiggestellt war.
Die Erfindung des Buchdrucks führte zu einem zunehmenden Abgehen von handgeschriebenen Texten. Einige von ihnen gingen in der Folgezeit verloren, vor allem während der Plünderungen der napoleonischen Truppen.
Die schlechte Verwaltung der Bibliothek in den Jahren darauf führte zu weiteren Verlusten, so lange, bis die Bibliothek 1902 zur Stadtbibliothek wurde. Die Bibliothek und das franziskanische Archiv gingen erst 1981 wieder an den Sacro Convento zurück, nachdem das Konkordat von 1929 dem Heiligen Stuhl das Eigentum an dem wertvollen Archiv zuerkannt hatte. Nachdem die ehemaligen Räume aufgrund tiefgreifender Änderungen nicht mehr benutzt werden konnten, wurde der Bibliotheksbestand immerhin in den zu den ältesten und größten Räumen des Konvents gehörenden Räumen untergebracht.
References:
B I B L I O T E C A
CENTRO DI DOCUMENTAZIONE FRANCESCANA
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